Volontariat bei wortwert: Steile Lernkurve

Seit September 2017 bin ich Volontärin bei wortwert. Seitdem ist unglaublich viel passiert. Ich habe mich mit vielen neuen Themen beschäftigt und jede Menge Texte produziert: Immobilienfonds, Schwellenländer-Aktien, die Folgen einer Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank. Ich war zwei Tage auf einer Konferenz für Finanzjournalisten in London. Und ich habe meine erste Titelgeschichte geschrieben.

Ich kenne wortwert seit vielen Jahren. Im Sommer 2013 war ich Praktikantin in der Redaktion und habe seitdem Kontakt gehalten, weil ich wusste: Dort willst du nach deinem Studium mal hin! Die fast senkrechte Lernkurve in den ersten fünf Monaten meiner Ausbildung hat mich daher nicht überrascht – aber doch sehr gefreut, weil sie mir zeigt, dass die Entscheidung richtig war.

Gleich in meiner ersten Woche habe ich mich mit meinem Ausbildungsredakteur David Selbach zusammengesetzt und den Ablauf der folgenden zwei Jahre besprochen. Der Schwerpunkt meiner Ausbildung würde das Thema Finanzen sein, das stand schon fest. Bei allem anderen konnte ich meine Wünsche und Vorstellungen frei einbringen. So haben wir uns etwa dazu entschieden, auf den vierwöchigen externen Volontärs-Kurs zu verzichten, der für viele Volontäre gesetzt ist, weil ich schon einige Erfahrungen im Journalismus mitbringe. Stattdessen konnte ich mir vertiefende Kurse aussuchen. Im Februar steht die erste von insgesamt vier Fortbildungen an: Fünf Tage Interview-Training in München.

Im Arbeitsalltag bin ich sofort angekommen. Am ersten Tag landete der Auftrag für einen 7.000 Zeichen langen Text in Zeit Online zum Thema „Millennials und Karriere“ auf meinem Schreibtisch. David und ich haben uns zusammengesetzt und ausführlich die Recherche besprochen, welche Fälle interessant sein könnten und welche Experten ich befragen sollte. Dann hatte ich freie Hand. Als ich die erste Version des Textes fertig hatte, setzten wir uns nochmal zusammen. Ich bekam ein ausführliches Feedback dazu, was gut gelungen war – und wo ich noch einmal ran musste. Regelmäßig einmal in der Woche findet zudem eine Lehrredaktion statt, in der wir – also David, meine Mit-Volontärin Carina und ich – über aktuelle Texte sprechen und im Team daran arbeiten, sie besser zu machen.

Sehr aufgeregt war ich vor meinem ersten Finanzthema, weil ich mit Finanzen und Geldanlage vor Beginn des Volontariats privat nur wenig zu tun hatte. Das kam dann auch prompt: 4.000 Zeichen für Capital.de über Baufinanzierung. Was die steigenden Zinsen beim Baugeld für Hausbauer bedeuten. Ehrlich? Zu dem Zeitpunkt hatte ich keine Ahnung. Aber auch hier haben mir die Kollegen alles erklärt, was ich zu dem Thema wissen musste. Die Recherche lief erstaunlich gut – und am Ende hatte ich das Thema durchblickt.

Im Februar erscheint meine erste Titelgeschichte im Handwerk Magazin zu innovativen Lösungen für den Fachkräftemangel. Für die ersten fünf Monate Ausbildung eine gute Bilanz!

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