Unsere Kompetenz: Wir machen uns schlau

Autos, Messen, Steuern, Zähne. In fast zwanzig Jahren Unternehmensgeschichte sind uns so viele Sachen begegnet, dass wir nur noch selten sagen: Davon haben wir nie gehört. Dabei bleibt genau das unser wichtigster Job: Themen erfassen und so aufschreiben, dass es auch Laien verstehen. Über eine Kerntugend des Journalismus: Neugier.

Haben Sie schon mal was über Krankenhäuser geschrieben? Kennen Sie die Windenergie-Branche? Verstehen Sie was vom Insolvenzrecht? So was fragen Kunden uns oft. Und in der Tat haben wir in den vergangenen Jahren über so viele Themen berichtet, dass wir Zweifel oft schnell ausräumen können. Ja, wir haben schon über die Tücken der Altersvorsorge und die Eigenheiten der Zahnzusatzversicherungen recherchiert, waren schon mit dem Rettungshubschrauber unterwegs und im Bergwerksstollen, kennen Kanzleisoftware für Steuerberater und die Tricks der Zuckerindustrie.

Es geht nicht ums Wissen, sondern um Recherche

Und doch sind wir der Überzeugung, dass es in unserem Job gar nicht darauf ankommt, tiefes Themenwissen in möglichst vielen Gebieten anzusammeln. Das ergibt sich vielmehr, so es kurios es klingen mag, nebenbei. Denn wir sehen es viel mehr als unsere Aufgabe als Journalisten an, uns für unsere Kunden in Sachverhalte einzuarbeiten, die wir bisher noch nicht im Detail beherrschen. Man kann das auch in einem einzigen Wort zusammenfassen. Unsere Kompetenz heißt: Neugier.

Die Sache ist ja die: Wenn wir redaktionell arbeiten, wollen wir nicht nur schöne Geschichten erzählen, sondern relevante Inhalte liefern. Dazu müssen wir durchdringen, worum es im Kern geht. Verstehen, wer was zu sagen hat. Herausfinden, worin die Neuigkeit besteht. Erkennen, wie sich ein Fakt in den Zusammenhang einordnen lässt. Zu all dem müssen wir keine Experten in einem Fachgebiet sein – aber wir müssen wissen, wo wir uns die Expertise beschaffen können. Journalisten sind in meinem Berufsverständnis zuallererst Übersetzer. Wir machen auch Laien verständlich, was all jene wissen, die sich Tag für Tag oder gar ihr Leben lang mit einem Sachverhalt befassen. Es wäre nicht nur anmaßend, sich selbst auf Augenhöhe zu den Profis sehen – es kann sogar schädlich sein, zu viel von einer Sache zu wissen und zu verstehen. Weil einem irgendwann der unverstellte Blick abhandenkommt.

Punkten mit Kompetenz-Kompetenz

Wer also seinen Auftrag in die fachkundigen Hände eines Journalisten gibt, der lässt sich darauf ein, dass dieser ihn erst einmal ausfragt, um selbst schlauer zu werden. Darin ähnelt die Zusammenarbeit mit uns übrigens ein wenig der mit einem Unternehmensberater. Roland Berger hat das einmal treffend beschrieben, als er sagte, er verkaufe keine Kompetenz, sondern die Fähigkeit seiner Leute, sich schlau zu machen, kurzum: Kompetenzkompetenz. Gefällt mir.

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