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Geschäftsmodell: Digitales zu Papier bringen

Zu meinen frühen Kindheitserinnerungen gehört der sprechende Mülleimer in einem Einkaufszentrum kurz hinter der holländischen Grenze: „Papier hier, hier Papier – Papier hier, hier Papier“, brabbelte er unaufhörlich vor sich hin. Wir liebten es, das Ding zu füttern.

Wenn mich heute jemand nach meinem Beruf fragt, sage ich manchmal, ich arbeite in der papierverarbeitenden Industrie. Tatsächlich böte sich dem Vielfraß aus den Niederlanden bei uns ein reichhaltiges Mahl: Zeitschriften und Zeitungen, Blöcke und Post-Its, Fahnen, Mappen und Manuskripte füllen hier Woche für Woche eine große Altpapierbox. Zugegeben: Wir bei wortwert sind weit entfernt von einem papierlosen Büro. Zugleich sind wir ein durch und durch digitales Unternehmen. Wie das zusammenpasst? Ganz hervorragend. Continue Reading

LR Balkon

Personalarbeit: Der Job als Training

Vor ein paar Tagen haben wir uns zur „Lehrredaktion“ raus in die Sonne gesetzt, auf die Dachterrasse: Die beiden aktuellen Praktikanten Johanna und Marc, unsere neue Volontärin Annika (vorne rechts). Außerdem ich als Senior, der das Ganze leitet (links). Wir machen solche Runden möglichst jede Woche. Dann sitzen wir zusammen und diskutieren über Textentwürfe, besprechen Probleme bei Recherchen und entwickeln Ideen, wie man Artikel am besten aufbaut. Ich bin seit einigen Jahren Lehrredakteur an der Kölner Journalistenschule und habe das Prinzip für wortwert adaptiert.

Am Anfang war die wortwert-interne Lehrredaktion ein Experiment. Damit haben wir eine feste Institution für ein Arbeitsprinzip geschaffen, das bei uns von Anfang an galt. Hier geht nichts raus, was nicht vorher ein Kollege mit größerer Erfahrung gegengelesen und mit dem Autor besprochen hätte. Wir diskutieren permanent über Qualität und Verbesserungsmöglichkeiten: Beim Recherchieren, in der Kundenführung, beim Konzipieren von Texten.  Continue Reading

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Team-Kommunikation: Fern vom Flurfunk

Seit inzwischen eineinhalb Jahren hat wortwert ein Büro in London. In dieser Zeit ist viel passiert: Wir haben für mehrere Kunden Geschichten aus London und anderen Teilen Englands gemacht. Wir haben Kunden gewonnen, zu deren Londoner Büros ich teilweise nur 15 Minuten mit dem Fahrrad brauche. Auch alltägliche Dinge haben sich eingespielt: So finde ich den Weg zum Flughafen Stansted inzwischen auch Montagmorgens im Halbschlaf. Und ich kann heute spontan sagen, wie spät es in der jeweils anderen Stadt ist. Das war am Anfang oft anders – auch wenn der Unterschied nur eine Stunde beträgt.

Andere Dinge sind auch nach eineinhalb Jahren mitunter noch schwierig. Dazu gehört vor allem die Kommunikation. Wenn ich nicht in der Kölner Redaktion bin, sondern – so wie die meiste Zeit – an meinem Schreibtisch im wortwert-Büro im Londoner Stadtteil Dalston arbeite, läuft die Kommunikation über Email und Telefon. Continue Reading

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wortwert ist 15 Jahre alt

Im Jahr 2000 haben fünf Journalisten aus Köln in einer Eckkneipe am Mediapark wortwert gegründet. Das kleine Journalistenbüro ist in dieser Zeit zu einer der größten verlagsunabhängigen Wirtschaftsredaktionen des Landes gewachsen, mit derzeit zwölf Mitarbeitern und einem etablierten Branchen-Netzwerk. Das haben wir im Sommer bei bestem Wetter auf unserer Domblick-Terrasse gefeiert, mit Geschäftspartnern, Kunden, Freunden und Familien. Dazu haben uns auch langjährige Weggefährten gratuliert. Wir danken herzlich für viele wertvolle Worte und gute Wünsche. Wir freuen uns schon auf die kommenden Jahrzehnte!